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AS9100 in der Praxis: ständig aufpassen

21 mrt 2017

"Wir betrachten die Anforderungen, welche die AS9100-Norm an uns stellt, nicht nur als eine vorgeschriebene Nummer. Die Entscheidung für diese Norm ist die Wahl einer Ausrichtung. In der Lebensmittelindustrie denken die Mitarbeiter auch nicht mehr darüber nach, dass sie ein Haarnetz tragen müssen. Wir schauen auch immer kritischer auf die Produktqualität. Es ist nicht mehr unverbindlich, und das ist gut." Bart Bilderbeek ist Produktmanager bei Pekago und hat sich intensiv in die Aerospace-Norm AS9100 vertieft. Als Lieferant von Kunststoffteilen für u.a. die Luftfahrt war es für Pekago logisch, die Norm einzuführen: "Unsere Produkte beeinflussen nicht die Sicherheit, sie befinden sich beispielsweise nicht in den Motoren. Aber jedes Flugzeugteil ist ein Teil des Ganzen, und seien Sie mal ehrlich: Sie möchten doch selbst auch gerne sicher fliegen?"

AS9100 auch für unkritische Bauteile
"Ursprünglich haben wir nach der Norm ISO 9001 gearbeitet. Wir arbeiteten schon für Kunden aus dem Gesundheitswesen und der Luftfahrt, und ergänzende Normen waren noch nicht vorgeschrieben. Vor etwa 4 Jahren bekamen wir einen neuen Kunden aus der Luftfahrt, der uns die AS9100 empfahl. Kunden der gesamten Luftfahrtskette werden von ihren kritischen Lieferanten immer öfter verlangen, dass sie nach dieser Norm zertifiziert sind. Wenn man Geschäfte machen möchte, soll man also mitmachen. Aber wir hatten auch selbst Interesse daran." Und welche Teile liefern Sie für Flugzeuge? „Wir fertigen die technischen Teile für die Einrichtung des Flugzeugs. Sehr divers, wie etwa die kleinen Fenster, in denen die Lämpchen sich befinden. Aber beispielsweise auch die Teile für die Toilette, sogar das Toilettenbecken."

Worauf wird geachtet?
"Das Allerwichtigste bei der AS9100-Norm ist natürlich die Sicherheit der Passagiere. Nach der "benannten Stelle", die uns zertifiziert – in unserem Fall ist das Lloyds – liefern wir keine kritischen Flugzeugteile, aber trotzdem kann ein kleiner Fehler in einem Teil große Folgen haben. Viele unkritische Teile können nämlich, wenn sie nicht funktionieren, kritische Teile beeinflussen." Also werden auch an Sie hohe Anforderungen gestellt? "Ja, so ist es. Alles ist wichtig, so lautete die Botschaft von Lloyds. Auch bei einem Audit achten sie nicht nur auf den Prozess, sondern ebenfalls darauf, ob an den Arbeitsplätzen etwas liegt, was da nicht hingehört. Oder sie überprüfen, ob sich auf jedem Teil ein Aufkleber befindet, auf dem der Status des Produkts beschrieben wird, beispielsweise "Muster"."

"Sie schärfen einem auch ein, wie wichtig die Effizienz des Managementsystems ist, das man handhabt. Eine Nachweismethode ist hier, dass man es misst. Wir haben beispielsweise ein KPI-Dashboard, um bestimmte Punkte zu konkretisieren. Nicht nur für die Geschäftsleitung, sondern für jeden Mitarbeiter in der Abteilung: ständig darauf achten, was wir tun, und womit wir beschäftigt sind. Aber man muss beispielsweise auch untermauern, wie die KPIs noch erreicht werden können, und dass man nach den Ursachen für die Abweichungen sucht. Sie wollen eigentlich sehen, dass man einen Verbesserungszyklus durchläuft: Plan-Do-Check-Act. Dabei gehen sie sehr weit und kontrollieren es auch. Man darf auch Fehler machen, wenn man nur beweist, dass man daraus lernt. Und das ist natürlich logisch."

"Eine wichtige neue Anforderung ist die Lieferzuverlässigkeit. Daran denkt man wahrscheinlich nicht sofort. Zum Bau eines Flugzeugs braucht man jedoch viele Lieferanten, und dadurch gibt es viele potenzielle schwache Glieder. Eine pünktliche Lieferung ist unglaublich wichtig, und das ist daher in allen Abteilungen zu messen. Aber auch extern, bei unseren Lieferanten beispielsweise. Intern müssen Projekte innerhalb des vereinbarten Zeitraums fertig gestellt werden, und das müssen wir auch messen."

FMEA: An alles gedacht?
"Lloyds achtet vor allem auf unsere Prozesse für Luftfahrtkunden, aber auch auf andere Sachen. Alles läuft hier in derselben Art und Weise ab, aber für die Luftfahrt müssen wir auch eine FMEA durchführen: die 'Failure Mode Effect Analysis'. Schon beim Engineering von Bauteilen achten wir darauf, was eventuell schief gehen kann, und was wir tun müssen, um das zu vermeiden. Eine Art Risikoanalyse: Wir zeigen, dass wir an alles gedacht haben, und dass wir wissen, was wir tun müssen, wenn beispielsweise eine Maschine defekt ist."

"Lloyds besucht uns einmal im Jahr, aber man ist verpflichtet auch interne Audits durchzuführen. Man muss alle Prozesse und Verfahren in einem Zyklus von 3 Jahren intern kontrolliert haben. Außer der eigenen Arbeit, die überprüft jemand anders. Dabei passieren alle Abteilungen Revue, beispielsweise auch die Einkaufsabteilung. In Bezug auf die Lieferanten sind Lieferzuverlässigkeit und die Bearbeitung von Beanstandungen sehr wichtig. Wenn es da schief läuft, läuft es in der ganzen Kette schief."

"Wir haben mit Lloyds vereinbart, dass wir in einer festen Weise vorgehen, unter Anwendung bestimmter Verfahren und Arbeitsdokumente. Wenn wir sehen, dass das nicht funktioniert, oder dass die Arbeitsweise verbessert werden muss, sollen wir das melden. In der Norm AS9100 ist festgelegt, welche Anforderungen erfüllt werden müssen – ein großer Haufen Papier." Also jeder muss das in der gleichen Weise machen? "Die Interpretation ist für jedes Unternehmen anders, aber man muss die Mindestanforderungen erfüllen. So ist beispielsweise Risk Management (Risikoanalyse) vorgeschrieben, aber die FMEA-Methode nicht. Und die FAI (First Article Inspection) ist vorgeschrieben, sogar die Art und Weise, in der dies dokumentiert werden muss: Dasselbe Standardformular ist für die ganze Kette vorgeschrieben."

Die Latte wird immer höher gelegt
"All diese Normen sorgen auch dafür, dass Pekago insgesamt besser wird. Es ist ein Prozess, der viele Jahre dauert, aber man merkt, dass sich durch den "Druck" der Normen und der Kunden – die selbst auch Audits durchführen – alles verbessert. Denken Sie beispielsweise an die Ordnung und Sauberkeit in der Fabrik oder an das KPI-Dashboard. Aber auch die Begleitung der Produktion, zusätzliche Arbeitsanweisungen und richtige Erläuterungen für die Mitarbeiter."

"Vor einem Monat sind wir wieder zertifiziert worden. Trotz der Tatsache, dass die Latte wieder höher gelegt wurde, und wir noch einige Hausaufgaben erledigen mussten, ist es gut gegangen, und unser Zertifikat ist wieder verlängert worden. Wir konnten einen schönen Verbesserungsprozess vorzeigen, und Lloyds lobte unsere Fortschritte. Also können wir wieder 3 Jahre weitermachen."

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